Heute geht es um eine Studie, die wir mit Unterstützung unseres Feldpartners Bilendierstellt haben und die uns besonders am Herzen liegt: Denn die meisten bei Triple M sind Bücher- und Literatur-Freunde. Offenbar sind wir damit nicht allein: 64 Prozent aller Österreicher:innen lesen regelmäßig Bücher, also zumindest einmal in der Woche. Dabei sind Frauen (73 Prozent) regelmäßige Leserinnen deutlich aktiver als Männer (56 Prozent).
Die Digitalisierung macht auch nicht vor dem Lesen von Büchern halt: 35 Prozent der Österreicher:innen besitzen einen E-Reader. 68 Prozent von ihnen schätzen, dass E-Reader platzsparend sind und sehen darin quasi eine persönliche Bibliothek im Taschenformat. 60 Prozent halten die Geräte für leicht und handlich. 41 Prozent sind von dem sofortigen Zugriff auf neue Bücher angetan.
Literatur ist nicht nur zum Lesen da. Hörbücher erscheinen aktuell als starker Trend. Immer mehr Freunde und Bekannte erzählen, dies und jenes im Auto, in der Bahn oder beim Sport gehört zu haben. Wie stark ist der Trend wirklich? 38 Prozent der Östereicher:innen hören zumindest gelegentlich Hörbücher, wobei der harte Kern eine Nische von 7 Prozent ist. Zu betonen ist, dass die Frage dezidiert auf „Hörbücher“ abzielte und nicht auf Podcasts, die vermutlich eine deutlich höhere Verbreitung haben.
Dokumentation der Studie: Online-Befragung im November 2025, repräsentativ für die österreichische Wahlbevölkerung 16+, n = 792, davon 112 Interviews mit Befragten, die am Heiligen Abend verreisen (würden), max. Schwankungsbreite der Gesamtstichprobe +/- 3,5 %, Befragungszeitraum: 13. – 19. November
Aktuelle Triple M Studie zeigt: 14 Prozent der Österreicher:innen verreisen am Heiligen Abend oder würden gerne, von diesen will die Mehrheit ins Warme.
„Es ist ein Ergebnis, das den österreichischen Touristiker:innen vielleicht nicht gefällt: 61 % der Österreicher:innen, die am Heiligen Abend verreisen oder es gerne würden, wollen einen Urlaub mit Strand und Sonne, nur 24 % den klassischen Winterurlaub im Schnee,“ so Triple M Chefin Christina Matzka zu den Ergebnissen ihrer aktuellen Studie. „Zwischen tatsächlichem Verhalten und geäußerten Wünschen ist noch ein weiter Weg, aber die Studie zeigt eine Grundeinstellung, die dem österreichischen Tourismus nicht in die Karten spielt,“ so Matzka weiter.
Als Gründe sehen die Triple M Marktforscher:innen: 1. Eine generelle Diversifizierung der Konsumpräferenzen, ‚Ski Only‘ ist schon lange vorbei. 2. Der Klimawandel zehrt am Idealbild des Winter Wonderland. Matzka: „Wenn man schon ins Grüne reist, dann lieber richtig.“; 3. Viele Menschen mit Migrationshintergrund, 28 % der Gesamtbevölkerung, haben kaum oder wenig Bezug zu Outdoor-Aktivitäten im Winter.
Vielleicht überraschend: Bei den unter 30-jährigen ist der Wunsch nach einem Winterurlaub mit 54 % massiv stärker ausgeprägt als bei der Generation 50 Plus mit 15 %. Matzka: „Dies ist aus Sicht der österreichischen Tourismuswirtschaft einerseits positiv, da der Markt offenbar ‚nachwächst‘, andererseits sind die über 50-jährigen eindeutig kaufkräftiger.“
Dokumentation der Studie: Online-Befragung im November 2025, repräsentativ für die österreichische Wahlbevölkerung 16+, n = 792, davon 112 Interviews mit Befragten, die am Heiligen Abend verreisen (würden), max. Schwankungsbreite der Gesamtstichprobe +/- 3,5 %, Befragungszeitraum: 13. – 19. November
Zufrieden blicken wir auf das vergangene Wahlwochenende. Denn unsere Anfang April für das Nachrichtenmagazin NEWS erhobene Studie zur Wien Wahl hat sich als sehr treffsicher erwiesen. Bei fünf von sieben Partei-Ergebnissen konnten wir eine Punktlandung erzielen, bei zwei gab es größere Abweichungen, so ehrlich muss man sein :-).
Bei SPÖ, NEOS, ÖVP, KPÖ und HC Strache lagen die von uns prognostizierten Werte durchgängig unter 1 Prozentpunkt von den tatsächlichen Ergebnissen entfernt. Lediglich bei FPÖ und Grünen war die Differenz – leider deutlich – größer. Warum? Eine mögliche Ursache könnte das Deklarationsverhalten der Wähler:innen sein: Aufgrund des allgemeinen, positiven Trends für die FPÖ geben mehr Menschen an, diese Partei zu wählen, als sie es dann tatsächlich tun. Bei den Grünen könnte es genau umgekehrt sein. Dennoch sind wir mit unserer Prognose und den fünf von sieben möglichen Treffern mehr als zufrieden und sehen uns in unserer Arbeitsphilosophie bestätigt. Denn wir setzen auf eine konsequente Qualitätspolitik bei Stichprobenziehung und Datenkontrolle, die durch eine Software des österreichischen Anbieters Redem erfolgt. Egal ob Wahlen, Meinungsumfragen oder Markterhebungen für kommerzielle Produkte oder Themen: Eine saubere, repräsentative Stichprobe ist die Grundvoraussetzung für valide Analysen.
Insgesamt war die Nationalratswahl 2024 keine Wahl der großen Überraschungen: Sämtliche seriöse Umfragen hatten die Eckpfeiler des Wahlabends im Vorhinein abgesteckt: Platz 1 für die FPÖ, die ÖVP mit großer Sicherheit auf Platz 2, die NEOS vor den Grünen im Ziel und geringe Chancen für die Kleinparteien, die 4% Hürde zu schaffen.
Auch unsere Hochschätzung* zeigt eine hohe Treffsicherheit: sie lag sowohl bei der Wahlbeteiligung mit 78% genau am Punkt als auch – bis auf zwei Abweichungen – beim tatsächlichen Wahlergebnis. Dies widerlegt die oft auch von Medien geäußerte Kritik an der Zuverlässigkeit von Umfrage-Ergebnissen im Vorfeld von Wahlen und beweist die Stärke differenzierter Umfragen und Fingerspitzengefühl bei deren Interpretation.
*Triple M Matzka Insights GmbH für das Nachrichtenmagazin NEWS, 1.000 Interviews repräsentativ für die österreichische wahlberechtigte Bevölkerung, Deklarationsquote Sonntagsfrage 81%, Online Befragung anhand eines professionellen Online-Access-Panels, maximale Schwankungsbreite +/- 3,1%, Erhebungszeitraum 26. August bis 03. September 2024. Die Erhebung entspricht den Qualitätskriterien des VdMI.
Externe Faktoren beeinflussten Wahlverhalten
Nachdem mit heutigem Datum das vorläufige Endergebnis vorliegt, zeigt sich aus unserer Sicht ein deutliches Bild bei der Analyse der Abweichungen. Generell lassen sich Meinungsumschwünge auf externe Faktoren und Entwicklungen in den letzten Wochen vor einer Wahl erklären – dazu zählen Ereignisse wie beispielsweise die Veröffentlichung des Ibiza-Videos vor der EU-Wahl 2019, die Medienberichterstattung als auch die Mobilisierungs-Erfolge von politischen Kampagnen und Parteien.
Die Hochschätzung eines Wahlausgangs ist und bleibt eine Momentaufnahme. Beim aktuellen Ergebnis haben wir diesen Umstand stark zu spüren bekommen – die letzten 3 bis 4 Wochen vor den Wahlen hatten großen Einfluss auf das Meinungsbild der Wählerinnen und Wähler.
Christina Matzka, Triple M Gründerin
Analyse der Triple M-Einschätzung zum Wahlergebnis
Die Abweichungen zwischen unserer Hochschätzung und dem Wahlausgang im Überblick:
1: Die ÖVP schnitt besser ab als prognostiziert.
2: Die Bierpartei verfehlt den Einzug ins Parlament.
Beim ersten Punkt dürfte die Hochwasserkatastrophe der ÖVP in die Hände gespielt haben: Bedrohliche Naturereignisse – und die darauffolgende solidarische Unterstützung der Bevölkerung – nützen in den meisten Fällen den regierenden Parteien. Letztendlich verantworten diese die Verteilung staatlicher Hilfen und können dadurch indirekt auch durch höhere Medienpräsenz in der öffentlichen Meinung punkten. Auch die Solidarität mit den Opfern und Unterstützung für Betroffene von Seiten der Gemeinden – in Österreich sind rund 7 von 10 Gemeinden ÖVP-geführt – könnten die Stimmung auf den letzten Metern noch in Richtung ÖVP gedreht haben.
Ausschlaggebend für die zweite Abweichung – das deutlich schlechtere Abschneiden von Dominik Wlazny’s Bierpartei – war aus unserer Sicht nicht nur das erstgenannte Faktum („keine gute Zeit für Kleinstparteien“), sondern auch die (mediale) Performance des Spitzenkandidaten. Nachdem Wlazny im Frühjahr als Sympathieträger in den Wahlkampf gestartet war, waren die letzten Wochen vor der Wahl von einer zunehmend kritischen Berichterstattung dominiert. Vorwürfe in Richtung fehlender (Programm-)Inhalte, “Message control” im Umgang mit Journalist:innen sowie eine unklare personelle Aufstellung machten die Runde – und ließen viele potenzielle Bier-Wähler:innen letztendlich doch eine andere Wahl treffen.
2024 ist ein Superwahljahr, in Österreich und auf dem ganzen Erdball. Weltweit werden 3,5 Milliarden Menschen neue Regierungen oder Staatsoberhäupter wählen. Zu Beginn dieses historischen Jahres ist die Stimmung in Österreich auf einem Tiefpunkt angelangt. Das ist eines der Ergebnisse einer unserer aktuellen Studie, repräsentativ für die Wahlberechtigten in Österreich.
26 % meinen, dass Österreich eindeutig in die falsche Richtung geht, hingegen nur 2 % in die komplett richtige
26 % sehen Österreich eindeutig auf dem falschen Weg, 44 % eher (gesamt: 70 %). Für eher richtig halten 18 % den aktuellen Weg, lediglich 2 % für komplett richtig. Triple M beobachtet das Stimmungsbild im Land regelmäßig, doch so ausgeprägte „Bad Vibes“ sind selten.
Konsequenz: Massive Verluste für Regierungsparteien, FPÖ klar auf Platz Nummer 1
Die schlechte Stimmungslage schadet vor allem der ÖVP, die aus jetziger Sicht von 37,5 % bei der Nationalratswahl 2019 auf 20 % der gültigen Stimmen abstürzen würde, wenn am kommenden Sonntag gewählt wird. Auch der kleinere Regierungspartner, die Grünen, leiden unter der aktuellen Situation und lägen bei 9 % statt zuletzt knapp 14 %. Großer Gewinner ist die FPÖ, die aktuell mit 31 % klar an erster Stelle wäre (NRW 2019: 16,2 %).
Wie gesagt handelt es sich um eine Momentaufnahme: Die Bier-Partei ist noch nicht berücksichtigt, die KPÖ muss die PS auch erst einmal bundesweit auf die Straße bringen und ein Wahlkampf kann generell noch große Veränderungen bringen.
Dokumentation der Studie: Online-Befragung im Jänner 2024 repräsentativ für die österreichische Wahlbevölkerung 16+, n = 800, max. Schwankungsbreite +/- 3,5 %
Wir werden das Superwahljahr 2024 mit unseren Studien begleiten. Vieles ist offen, aber eines ist sicher: Dieses Jahr wird nichts für schwache Nerven. Den vollen Bericht über diese Triple M Studie können Sie in diesem Artikel lesen.
Es ist eine Innovation, die wir schon länger am Radar hatten, aber so richtig zufrieden waren wir den mit bisherigen Lösungen nicht. Doch jetzt haben wir mit Mataono ein Analysetool gefunden, das wir unseren Kunden mit Begeisterung anbieten können.
Facial Coding (Gesichtsvermessung) bestimmt anhand von Videoaufnahmen die Emotionen des/der Betrachter:in. Damit lassen sich die unmittelbaren Reaktionen auf Videos oder andere Kommunikations- und Werbemittel messen.
Ihre Vorteile:
Ideale Ergänzung zu Befragungen, die bewusstes, kognitives Feedback erheben
Umfassender Consumer Insight Emotio – Ratio
Weitere Absicherung für Management- und Marketing-Entscheidungen
Warum sind Emotionen so wichtig?
9 von 10 Kauf- oder Abschluss-Entscheidungen werden durch Emotionen bestimmt oder erheblich beeinflusst. Das Unterbewusstsein, der sogenannte „Autopilot“, bereitet Entscheidungen vor, lange bevor wir Fakten bewertet haben.
Folgende Emotionen werden durch Facial Coding by Triple M erhoben und anhand Ihres Marketing- und Forschungsziels analysiert:
Ärger
Ekel
Angst
Freude
Traurigkeit
Überraschung
Das Gesamtergebnis wird griffig als Emotional Score dargestellt.
Was hat das mit dem Bewegtbild-Trend zu tun?
Videos als Tool für Marketing und Corporate Communication wachsen exponentiell, ob auf Social Plattformen oder in anderen Anwendungen. Warum? Sicher als Convenience-Faktor, vor allem aber auch um Emotionen zu transportieren, was durch Fotos oder gar Texte ungleich schwieriger ist.
Unser Facial Coding ist ein Produkt, das für und aus der Bewegtbild-Generation kommt. Es ist somit ideal, um Video-basierte Kommunikationstools zu analysieren. Aber auch für andere Aufgabenstellungen liefert es starke Ergebnisse.
Triple M hat im Februar 2023 eine Studie für das Magazin NEWS zum Vorschlag von Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Kocher, bei freiwilliger Teilzeitarbeit Sozialleistungen zu kürzen, durchgeführt. Sie können diesen NEWS-Beitrag mit freundlicher Genehmigung des Verlags hier nachlesen und herunterladen.
Irgendwann wird die Corona-Krise vorüber gehen und Wirtschaft und Gesellschaft werden sich allmählich erholen. Jedoch: Es könnte einige Lebensbereiche geben, die dauerhaft in Mitleidenschaft gezogen werden. Einer davon sind Kulturveranstaltungen, wie eine aktuelle Studie von Triple M zeigt:
49 % der Österreicher*innen schätzen ihre Landsleute so ein, dass sie nach Abklingen der Corona-Krise weniger Kulturveranstaltungen besuchen als davor. Fast jeder Fünfte ist von dieser Meinung voll und ganz überzeugt. Hintergrund dürfte sein, dass Menschenansammlungen aus gesundheitlichen Gründen mittlerweile kritischer gesehen werden und dass der mediale Konsum von Kultur und Unterhaltung durch die Lock-Downs weitere Unterstützung erhalten hat. Jüngere Befragte sehen diesen Trend als besonders ausgeprägt an, über 50-jährige hingegen erwarten nur zu 40 %, dass künftiger weniger Kulturveranstaltungen frequentiert werden.
Projektive Fragestellungen wie diese sind für die Abschätzung von Marktentwicklungen üblich und zeigen recht zuverlässig tatsächliche Verhaltensänderungen an. Grund genug für die „Kulturnation Österreich“ über ein Comeback nach der Pandemie nachzudenken und dieses zu verändern. Immerhin spielt Kultur auch für den österreichischen Tourismus eine lebhafte Rolle und der Heimmarkt ist wichtig, um eine Grundauslastung für die Kulturbetriebe sicherzustellen.
Dokumentation: Online-Umfrage unter 507 Personen repräsentativ für die österreichische Bevölkerung 16+ aus dem 1. Quartal 2021. Fragestellung: „Es gibt die Meinung, dass die Österreicher*innen nach dem Lockdown weniger Kulturveranstaltungen oder auch Museumsbesuche absolvieren werden, als das vor der Corona-Krise der Fall war. Stimmen Sie dieser Aussage (eher) zu oder (eher) nicht zu?“
Stefan Sengl, Managing Partner bei The Skills Group und Christina Matzka, Geschäftsführerin von Triple M haben gemeinsam den FrameChecker entwickelt.
Triple M und The Skills Group, eine der führenden PR-Agenturen Österreichs, präsentieren eine innovative empirische Methode zur Identifikation der optimalen Framing-Strategie für Kampagnen und erfolgreiches Issue Management.
Welcher Frame erzielt die beste Wirkung? Diese Frage müssen sich Kommunikatorinnen und Kommunikatoren täglich stellen, vor allem wenn es um komplexe Themen wie aktuell z. B. die Impfbereitschaft der österreichischen Bevölkerung geht. Egal ob Großunternehmen, Parteien, Kammern, Gewerkschaften, NGOs oder andere Interessensvertretungen – jeder Absender muss für seine Botschaft den richtigen „Rahmen“ finden. Skills und Triple M haben dafür den FrameChecker entwickelt – ein ausgeklügeltes Testverfahren, um die effektivste Framing-Strategie für jede Zielgruppe auf Basis empirischer Daten zu identifizieren.
Der Rahmen definiert das Bild Strategisches Framing sollte mittlerweile ein fester Bestandteil jeder gut durchdachten Kampagne sein. Framing rückt bestimmte Aspekte eines Themas in den Vordergrund und beginnt bereits bei der Wahl der Worte, durch die ein Sachverhalt dargestellt wird. In vielen Debatten konkurrieren meist mehrere Frames um die Deutungshoheit, wie man aktuell an konkurrierenden Begriffen wie z. B. „Freitesten“ vs. „Zwangstestung“ sieht. „Unterschiedliche Formulierungen einer Botschaft können – bei gleichem Inhalt – die Einstellung und das Verhalten eines Empfängers unterschiedlich beeinflussen. Kommunikationsprofis sollten deshalb ein klares Bild davon haben, welche Aspekte eines Themas sie betonen möchten. Nur wer den richtigen Frame wählt, wird die optimale Wirkung erzielen“, erläutert Stefan Sengl, Managing Partner von The Skills Group, die in Kooperation mit Triple M dieses Modell entwickelt hat.
Welcher Frame geeignet ist, sich am ehesten durchzusetzen, hängt u. a. von Erfahrungen, Erwartungen, Einstellungen – und einer konsistenten Kommunikation ab. Daher sollten Frames im Optimalfall vor ihrem Einsatz an den jeweiligen Zielgruppen getestet werden. Diese Funktion erfüllt der FrameChecker von Skills und Triple M. „Wir setzen hier auf Daten statt Bauchgefühl. Mittels Fokusgruppen und Online-Befragungen können wir ermitteln, welche Frames am ehesten zum gewünschten Effekt führen und welche weniger geeignet sind, um die beabsichtigten Einstellungs- und Verhaltensänderungen zu erzielen“ so Christina Matzka, Geschäftsführerin von Triple M.
Daten statt Bauchgefühl Der FrameChecker kombiniert Aspekte aus der Wirkungsforschung mit Methoden der Meinungsforschung. Um den geeignetsten Frame für eine Zielgruppe definieren zu können, wird ein mehrstufiger Ansatz gewählt: Nach einer semantischen Themenanalyse wird in Fokusgruppen ermittelt, welche Probleme, Ursachen und Lösungen mit einem Anliegen verknüpft werden. „Auf diese Art und Weise identifizieren wir die dominanten Deutungsmuster in einem Diskurs. Danach testen wir mittels Onlinebefragungen die Wirkung unterschiedlicher Frames bzw. Interventionen ab und können sehen, welche am besten funktionieren“, erklärt Christina Matzka.
Der FrameChecker kann für unterschiedliche Themen und Zielgruppen eingesetzt werden, das Untersuchungsdesign wird individuell an die jeweilige Aufgabenstellung angepasst. Als wichtiges Anwendungsgebiet sieht Sengl u. a. Kampagnen und das Issue Management rund um gesellschaftspolitische Anliegen, die z. B. die Akzeptanz für Verhaltensänderungen erhöhen sollen, wie sie in einer Pandemie oder durch die Klimakrise unausweichlich werden. „Framing leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die eigenen Botschaften besser zu verpacken und Zielgruppen effektiver anzusprechen. Richtig eingesetzt, kann die Wirkung ohne großen Aufwand stark gesteigert werden. Mit den falschen Frames sind hingegen selbst die aufwändigsten Kommunikationsbemühungen zum Scheitern verurteilt“ so Sengl.
Teststudie rund um das Thema „Urbane Mobilität“ In einem Pilotprojekt konnte mit Hilfe des FrameCheckers ermittelt werden, welche Interventionen am ehesten dazu geeignet sind, Wiener Autofahrerinnen und Autofahrer zum Verzicht auf das eigene Fahrzeug zu motivieren und offener für Sharing-Angebote zu machen. „Dieses Thema war auch deshalb so spannend, weil die Bindung an das eigene Auto nicht nur rationale, sondern auch sehr emotionale Seiten hat. Wir wollten wissen, was diese Bindung beeinflusst“, so Sengl.
Zu diesem Zweck wurde die Wirkung von fünf verschiedenen Interventionen miteinander verglichen – vom Aufzeigen der Vorzüge des Carsharings bis zur Visualisierung möglicher Schattenseiten im Leben von Autobesitzern. „Ein Vorteil der Online-Befragung ist, dass wir dabei nicht nur die Wirkung von Sprache, sondern auch die von Bildern berücksichtigen können“, so Matzka. Die Pilotstudie zeigte, dass eine Betonung der Vorteile von Alternativen eher dazu geeignet ist, die Bindung an das eigene Automobil zu lockern als die Beschäftigung mit den Nachteilen. „Wer bei diesem Thema auf positive Kommunikation setzt, wird mehr Menschen zum Umsteigen bewegen können als mit einem Fokus auf die Nachteile des Status quo“, so Sengl.
Triple M hat 2020 den Hernstein Management Report erstellt. Dieser Report beruht auf einer Befragung von rund 1500 Führungskräften aus Österreich und Deutschland und untersucht aktuelle Fragen der Führungspraxis.
Themen der aktuellen Ausgabe des Hernstein Management Reports
Hierarchischer und agiler Führungsstil: Welcher wird von den Führungskräften heute angewendet, welcher voraussichtlich in drei Jahren?
Wie ist der Beitrag dieser Führungsstile zu Unternehmenszielen wie Wirtschaftlichkeit, Innovationsfähigkeit, Zufriedenheit der Mitarbeitenden und so weiter?
Wie hat sich COVID 19 Krise auf das Führungsverhalten ausgewirkt? Haben die Führungskräfte ihren Stil angepasst?
Wie stehen Führungskräfte zu Ambidextrie, also einem beidhändigen Führungsstil, bei dem sowohl hierarchischer, als auch agiler Ansatz je nach Situation gelebt werden?
Inwieweit trauen sich die Führungskräfte zu, einen beidhändigen Führungsstil in der Praxis anzuwenden? Was spricht dafür, was dagegen?