Das digitale Kleidungsstück: 6 von 10 fühlen sich ohne Smartphone „nackt“

Das Smartphone ist für viele ein zentraler Lebensbestandteil. In der jüngsten Triple M Studie für ORF Radio Wien mit Unterstützung unseres Feldpartners Bilendi sagen 6 von 10 Wiener:innen, dass sie sich „nackt“ oder unvollständig fühlen, wenn sie ohne Smartphone außer Haus gehen. Diese Grundhaltung kommt in vielen weiteren Verhaltensweisen und Meinungen zum Ausdruck, von der Bildschirmzeit über den Wunsch nach dem neuesten Gerät bis hin zu den Tagesroutinen. Und: Trotz oder gerade wegen der zentralen Stellung des Smartphones ist eine deutliche Mehrheit der Wiener:innen für ein Social Media Verbot von Jugendlichen.


27 % der Wiener:innen stimmen der Aussage voll zu, dass sie sich „nackt“ oder unvollständig fühlen, wenn sie ohne Handy außer Haus gehen, weitere 36 % eher (Summe: 63 %). Bei den Unter 30-jährigen sind es sogar 83 % (50+: 50 %), unter den befragten Frauen 68 % (Männer: 57 %). Das Smartphone bzw. Handy ist damit im wahrsten Sinne des Wortes zu einem unverzichtbaren Wegbegleiter geworden. Durch die Übernahme immer mehr essenzieller Funktionen wie zuletzt der E-Card am Handy, wird dieser Trend weiter verstärkt.


Dementsprechend hoch ist die Bildschirmzeit: Laut Selbsteinschätzung sind es im Durchschnitt 4 Stunden pro Tag, laut Nutzungsstatistik am Smartphone 3,9 Stunden. Bei den Unter 30-jährigen sind es sogar 5,5 Stunden. Zum Vergleich: Die tägliche Zeitverwendung für Freizeit und soziale Kontakte liegt österreichweit bei rund 5,6 Stunden, wie die Statistik Austria ausweist. Auch das unterstreicht, wie zentral das Smartphone als Lebensbestandteil ist.


Rund die Hälfte der Wiener:innen sieht daher auch einige Verhaltensweisen an sich selbst, die zumindest teilweise als problematisch eingestuft werden können. Genau 50 % räumen selbstkritisch ein, dass sie mehr Zeit am Smartphone verbringen als gewünscht. Wieder stechen die Unter 30-jährigen hervor: 73 % stimmen dieser Aussage voll oder eher zu. Zunehmend wird der Griff zum Handy auch zur Verlegenheitsgeste oder zum Ritual, was 47 % der Wiener:innen an sich selbst beobachten.


Eine Folge dieses Verhaltens ist der Stellenwert, den die Hardware hat: 27 % meinen, meist eines der oder das neueste Modell zu haben. Ob dies technische Anforderungen oder Innovationen rechtfertigen, ist sekundär. Es geht um den Ausdruck eines Status und das Gefühl immer up-to-date zu sein. Mit dem Alter nimmt dieser Wunsch klar ab (bis 30: 34 %; 50+: 21 %). Zwischen Männern (29 %) und Frauen (26 %) ist das Ergebnis jedoch recht ausgeglichen; bei der Frage nach einem Tech-Feature für manche vielleicht überraschend.

Wie ist nun vor dem Hintergrund dieser hohen Smartphone-Affinität die Meinung zum geplanten Social Media Verbot für unter 14-jährige: Eine sehr große Mehrheit von 77 % stimmt diesem voll oder eher zu. Besonders hoch ist die Zustimmung von Personen mit Kindern unter 14 im Haushalt mit 84 %. Dies passt zur zumindest teilweise selbstkritischen Einschätzung der Wiener:innen in Bezug auf die eigene Smartphone-Nutzung. Viele wollen offenbar Kinder und Jugendliche vor zu viel Bildschirmzeit bewahren.


Dokumentation der Studie: Online-Befragung über das Bilendi-Panel, repräsentativ für die Wiener Bevölkerung zwischen 16 und 79 Jahren, n = 501, max. Schwankungsbreite der Gesamtstichprobe +/- 4,2 %Befragungszeitraum: 02. bis 10. April 2026

Sehr zum Wohl: Die Getränkepräferenzen und Trinkgewohnheiten der Wiener:innen

Das Glas Wein und die Gemütlichkeit beim Wiener Heurigen gehören einerseits zu den Gründungslegenden der Republik – ein Drittel der Wiener:innen glaubt weiterhin an das „gesunde Achterl“. Andererseits sind Getränke einer der wichtigsten Teilmärkte im FMCG-Bereich (Fast Moving Consumer Goods) und werden auch mit gesellschaftlichen Problemen in Zusammenhang gebracht (Zucker, Alkohol). Im Rahmen unserer Kooperation mit ORF Radio Wien und mit Unterstützung unseres Feldpartners Bilendi haben wir untersucht, wie die Wiener:innen ihr Trinkverhalten sehen, welche Getränke sie präferieren und was Motive und Barrieren für den alkoholfreien Genuss sind.


18 % der Wiener:innen trinken nach Eigenangaben gar keinen Alkohol. 9 % meinen, dass dies auf ihre Bekannten und Freund:innen zutrifft. Diese projektive Fragestellung ist hilfreich, um sozial erwünschtes Antwortverhalten zu korrigieren. Ein Vergleichswert des Gesundheitsministeriums für Österreich liegt bei 14 %. Die Zahl der Abstinenten ist unter Frauen (22 %) und bei den unter 30-jährigen (27 %) deutlich über dem Schnitt.


Limonaden und Fruchtsäfte führen das Getränke-Ranking an (Wasser aufgrund der generischen Verwendung nicht angeführt). 4 von 10 Wiener:innen trinken zumindest gelegentlich Wein oder Bier. Alkoholisches Bier ist eine Männer-Domäne (Männer: 58 %; Frauen: 22 %), während der Konsum von alkoholfreiem Bier ausgeglichen ist (M: 15 %; F: 12 %). Frauen greifen dafür häufiger zu alkoholischen Misch-getränken wie Aperol oder Hugo (M: 19 %; F: 31 %).


54 % der Wiener:innen, die zumindest gelegentlich alkoholfreie Getränke konsumieren, trinken diese wegen des Geschmacks. Dieses Motiv ist bei unter 30-jährigen besonders ausgeprägt (62 %). Dahinter folgen drei gesundheits-bezogene Motive, wobei sich hier kein klarer Alterstrend zeigt. Gesundheitsargumente haben in Zusammenhang mit alkoholfreien Getränken in allen Altersgruppen einen relevanten Stellenwert.


Der Geschmack ist auch das beste Argument, um Personen, die keine der vorgegebenen Analkoholika konsumieren, davon zu überzeugen. An zweiter Stelle stehen wiederum gesundheitliche Aspekte, wobei hier das mögliche Motiv „weniger Kalorien“ am häufigsten genannt wird. Der Preis spielt hingegen eine eher untergeordnete Rolle.


Dokumentation der Studie: Online-Befragung über das Bilendi-Panel, repräsentativ für die Wiener Bevölkerung zwischen 16 und 79 Jahren, n = 500, max. Schwankungsbreite der Gesamtstichprobe +/- 4,2 %Befragungszeitraum: 26. Februar bis 09. März 2026

Abnehmen: Die Wohlstands-Challenge zwischen Sport, Ernährung, Social Media und Abnehmspritze

Abnehmen gehört zu den großen Herausforderungen unserer Wohlstandsgesellschaft. Dafür sorgen nicht zuletzt Social Media, die vor allem das Selbstbild von Mädchen und jungen Frauen beeinflussen. Die große Mehrheit der Wiener:innen ist mit ihrem Gewicht zufrieden, ein Viertel will abnehmen, mehr als ein Drittel hat dies schon erfolgreich getan. Sport und Ernährung gelten als Schlüssel dazu, nur 4 % würden auf die Abnehmspritze setzen. In einer Studie für den ORF Wien und mit Unterstützung unseres Feldpartners Bilendi sind wir diesen Fragen auf den Grund gegangen.


So ist die Ausgangslage: 26 % der Wiener:innen wollen abnehmen, weitere 39 Prozent denken zumindest gelegentlich daran (insgesamt: 65 %). Laut Statistik Austria lag 2019 der Anteil der Wiener:innen mit Übergewicht bei 32 %, also etwas höher. 29 % sind mit ihrem Gewicht zufrieden, Frauen (23 %) und Über-50jährige (25 %) liegen unter dem Durchschnitt. 5 % meinen, sie kämpfen mit einem zu niedrigen Gewicht.


Immerhin: 36 % der Wiener:innen haben schon erfolgreich abgenommen,
24 % blieb dies verwehrt, unter den Über-50jährigen sind es 28 %. Wenig überraschend: Mit dem Alter scheint das Abnehmen schwieriger zu werden. Ebenfalls 36 % haben noch keine ernsthaften Abnehm-Versuche unternommen. Hier liegen Männer mit 43 % deutlich vor Frauen mit 30 %.


„Es lebe der Sport“: Die große Mehrheit der Wiener:innen hält diesen für das beste Mittel zur Gewichtsreduktion, gefolgt von Grundsatzmaßnahmen in der Ernährung. Diäten und Fasten werden als weniger effektiv eingestuft. Lediglich
4 % halten im Vergleich die Abnehmspritze für geeignet. Das überrascht insofern, als diese 2024 Dänemark sogar ein über-durchschnittliches BIP-Wachstum eingebracht hat, wie Wirtschaftsforscher berichteten.


Darüber hinaus erfreut sich die Abnehmspritze hoher Bekanntheit, vor allem unter den Wiener:innen über 50.

Jedoch zeigt sich auch hier: Fast die Hälfte der Wiener:innen meint, dass diese nur in Kombination mit Sport/Bewegung und gesunder Ernährung eingesetzt werden sollte. Ein einfaches das „Übergewicht wegspritzen“ ist aus Sicht der Wiener:innen keine Option.


Wohl wenig überraschend spielen Social Media eine wesentliche Rolle für dieses Thema, zumindest sehen es die Wiener:innen so. 87 % meinen, dass Social Media Mädchen und jungen Frauen vorgeben, wie ihre Figur zu sein hat. Bei Burschen und jungen Männer sind es immerhin auch 67 %, aber der vermutete gesellschaftliche Druck ist doch deutlich geringer.


Dokumentation der Studie: Online-Befragung über das Bilendi-Panel, repräsentativ für die Wiener Bevölkerung zwischen 16 und 79 Jahren, n = 500, max. Schwankungsbreite der Gesamtstichprobe +/- 4,2 %Befragungszeitraum: 26. Februar bis 09. März 2026

Gesundheit: Zwei Drittel greifen häufig oder gelegentlich zu alten Heil- und Hausmitteln

Im Rahmen unserer Kooperation mit ORF Wien und mit Unterstützung unseres Feldpartners Bilendi sind wir der Frage nachgegangen, wie die Wienerinnen und Wiener über alte Heilmittel und Hausmittel denken. Kurz zusammengefasst: Sie spielen im persönlichen „Gesundheitsmanagement“ eine wesentliche Rolle, wie die folgenden Daten zeigen.

68 % wenden alte Heil- und Hausmittel regelmäßig oder zumindest gelegentlich an. Auffällig ist der deutliche Unterschied zwischen Frauen (75 %) und Männern (62 %). Vermutlich haben Frauen mehr Affinität zu alternativen und komplementären Gesundheitskonzepten. Ein ähnlicher Trend zeigt sich in den Altersgruppen: Während 72 % der über 50-jährigen derartige Heil- und Hausmittel anwenden, sind es bei den unter 30-jährigen 64 %.

Worauf vertrauen nun die Wiener:innen, wenn sie Haus- und alten Heimitteln greifen? 28 % nennen spontan Tees. Das in den letzten Jahren stetig gewachsene Sortiment an Früchte-, Kräuter- und anderen Tees bestätigt diesen Trend und dürfte darauf zurückzuführen sein. Dahinter folgen mit einigem Abstand Hausmittel im engeren Sinn (z.B. Umschläge) sowie Honig als weiteres Konsumgut. Diese Nennungen erfolgten spontan. Wenn Antwortmöglichkeiten vorgegeben werden (gestützte Abfrage), dann meinen 46 %, dass sie Honig als Heilmittel verwenden. Besonders beliebt scheint dieser in Haushalten mit Kindern unter 14 Jahren, wo 58 % bei Beschwerden zu Honig greifen. Die Vorteile erscheinen klar: Süß und einfach in der Anwendung.

Im Verhältnis zur Schulmedizin meint eine relative, aber klare Mehrheit von 46 %, dass alte Heilmittel eine Ergänzung sein sollten. Immerhin 21 % sehen in bestimmten Fällen einen Ersatz für die Schulmedizin. Lediglich 3 % sind der Ansicht, dass diese Heilmittel insgesamt keine große Rolle spielen sollten. Fazit: Alte Heil- und Hausmittel haben einen fixen Platz im „Gesundheitsmanagement“ der Wiener Haushalte, als Ergänzung, aber für die meisten nicht zu ersetzen. Anbietern von Gesundheitsleistungen und -produkten ist zu empfehlen, diese Haltung nicht zu ignorieren.

Diese Studie wurde im Rahmen der Talk im Turm Serie unseres Kooperationspartners ORF Wien präsentiert. Alle Ergebnisse und Kommentare zum Nachhören gibt es hier.


Dokumentation der Studie: Online-Befragung, repräsentativ für die Wiener Bevölkerung zwischen 16 und 79 Jahren, n = 500, max. Schwankungsbreite der Gesamtstichprobe +/- 4,2 %Befragungszeitraum: 14. – 19. Jänner 2026

Land der Bücher: Zwei Drittel der Österreicher:innen lesen regelmäßig

Heute geht es um eine Studie, die wir mit Unterstützung unseres Feldpartners Bilendi erstellt haben und die uns besonders am Herzen liegt: Denn die meisten bei Triple M sind Bücher- und Literatur-Freunde. Offenbar sind wir damit nicht allein: 64 Prozent aller Österreicher:innen lesen regelmäßig Bücher, also zumindest einmal in der Woche. Dabei sind Frauen (73 Prozent) regelmäßige Leserinnen deutlich aktiver als Männer (56 Prozent).

Die Digitalisierung macht auch nicht vor dem Lesen von Büchern halt: 35 Prozent der Österreicher:innen besitzen einen E-Reader. 68 Prozent von ihnen schätzen, dass E-Reader platzsparend sind und sehen darin quasi eine persönliche Bibliothek im Taschenformat. 60 Prozent halten die Geräte für leicht und handlich. 41 Prozent sind von dem sofortigen Zugriff auf neue Bücher angetan. 

Literatur ist nicht nur zum Lesen da. Hörbücher erscheinen aktuell als starker Trend. Immer mehr Freunde und Bekannte erzählen, dies und jenes im Auto, in der Bahn oder beim Sport gehört zu haben. Wie stark ist der Trend wirklich? 38 Prozent der Östereicher:innen hören zumindest gelegentlich Hörbücher, wobei der harte Kern eine Nische von 7 Prozent ist. Zu betonen ist, dass die Frage dezidiert auf „Hörbücher“ abzielte und nicht auf Podcasts, die vermutlich eine deutlich höhere Verbreitung haben.


Dokumentation der Studie: Online-Befragung im November 2025, repräsentativ für die österreichische Wahlbevölkerung 16+, n = 792, davon 112 Interviews mit Befragten, die am Heiligen Abend verreisen (würden), max. Schwankungsbreite der Gesamtstichprobe +/- 3,5 %Befragungszeitraum: 13. – 19. November

Mojito schlägt Jagatee: Mehrheit will Strand- statt Winterurlaub zu Weihnachten

Aktuelle Triple M Studie zeigt: 14 Prozent der Österreicher:innen verreisen am Heiligen Abend oder würden gerne, von diesen will die Mehrheit ins Warme.

„Es ist ein Ergebnis, das den österreichischen Touristiker:innen vielleicht nicht gefällt: 61 % der Österreicher:innen, die am Heiligen Abend verreisen oder es gerne würden, wollen einen Urlaub mit Strand und Sonne, nur 24 % den klassischen Winterurlaub im Schnee,“ so Triple M Chefin Christina Matzka zu den Ergebnissen ihrer aktuellen Studie. „Zwischen tatsächlichem Verhalten und geäußerten Wünschen ist noch ein weiter Weg, aber die Studie zeigt eine Grundeinstellung, die dem österreichischen Tourismus nicht in die Karten spielt,“ so Matzka weiter.

Als Gründe sehen die Triple M Marktforscher:innen: 1. Eine generelle Diversifizierung der Konsumpräferenzen, ‚Ski Only‘ ist schon lange vorbei. 2. Der Klimawandel zehrt am Idealbild des Winter Wonderland. Matzka: „Wenn man schon ins Grüne reist, dann lieber richtig.“; 3. Viele Menschen mit Migrationshintergrund, 28 % der Gesamtbevölkerung, haben kaum oder wenig Bezug zu Outdoor-Aktivitäten im Winter.

Vielleicht überraschend: Bei den unter 30-jährigen ist der Wunsch nach einem Winterurlaub mit 54 % massiv stärker ausgeprägt als bei der Generation 50 Plus mit 15 %. Matzka: „Dies ist aus Sicht der österreichischen Tourismuswirtschaft einerseits positiv, da der Markt offenbar ‚nachwächst‘, andererseits sind die über 50-jährigen eindeutig kaufkräftiger.“


Dokumentation der Studie: Online-Befragung im November 2025, repräsentativ für die österreichische Wahlbevölkerung 16+, n = 792, davon 112 Interviews mit Befragten, die am Heiligen Abend verreisen (würden), max. Schwankungsbreite der Gesamtstichprobe +/- 3,5 %Befragungszeitraum: 13. – 19. November

ESOMAR KONGRESS „Reimagine!“ Prag 2025

2025 geht es in der Research Industry – wenig überraschend – um KI. Aber welche Themen beschäftigen die weltweite Branche sonst noch?

Triple M Gründerin und Inhaberin Christina Matzka war nach vielen Jahrzehnten in der Marktforschungsbranche zum ersten Mal selbst beim ESOMAR Kongress. Hier gibt es einen persönlicher Nachbericht mit den wichtigsten Insights und Takeaways der Konferenz:

Nach 40 Jahren in der Marktforschung war es auch für mich Zeit, zum ersten Mal an einem ESOMAR-Kongress teilzunehmen – und der 2025er-Kongress in Prag war dafür aufgrund seiner örtlichen Nähe bestens geeignet. Leider konnte ich nur zwei Kongresstage mit dabei sein, aber diese beiden Tage haben einen tiefen Eindruck über die weltweite Research Industry hinterlassen.

Gut 1.000 Teilnehmer:innen (das ist eine Annahme, die endgültige Zahl liegt noch nicht vor, Anm.) aus über 70 Ländern sprechen für sich – ich war froh, einige bekannte Gesichter zu sehen, leider viel zu wenige aus Österreich. Auf 4 Bühnen gab es die Gelegenheit, unzähligen Vorträgen beizuwohnen, da blieb die Qual der Wahl. Außerdem warteten knapp 90 Aussteller:innen auf einen Besuch, einige davon meine Geschäftspartner:innen im daily business. Besonders beeindruckt hat mich die letzte Key Note des Niederländers Fons Trompenaars mit dem Titel „the more we go digital, the more we need analogue“ – ein Appel dafür, das Alte und Gewohnte nicht komplett für das Neue über Bord zu werfen, sondern das beste aus beiden Welten mitzunehmen. Wer mehr von Fons Trompenaars möchte: https://www.ikud-seminare.de/glossar/trompenaars-fons-cultural-dimensions.html

Was habe ich sonst noch mitgenommen?

  1. Alles drehte sich – nicht überraschend – um KI und den Einsatz von KI in allen Schritten des Marktforschungsprozesses. Jede/r Aussteller:in verspricht, hier die „absolut beste“ Lösung zu haben, damit „jeder sein Marktforschungsprojekt KI-unterstützt selbst abwickeln kann“. Ich gebe zu, für mich als Marktforschungs-Urgestein klang das etwas zu viel nach DIY und „alles ist möglich“. Meiner Ansicht nach ist das nicht so, es braucht immer noch den/die Marktforscher:in, die zwischen KI und Auftraggeber übersetzt und abschätzen kann, was die KI schon kann und was noch ausbaufähig ist. Da hätte ich mir etwas mehr kritische Stimmen gewünscht. Ein Zitat ist mir in Erinnerung: Die Zeit, die ich mir durch KI erspare, investiere ich darin zu überprüfen, was die KI gemacht hat.
  2. Außerdem ging es um neue Forschungsmodelle, die mehrere oder sogar viele Methoden miteinander kombinieren: Primärdaten & Synthetische Daten, Befragungs- & Verhaltensdaten, digital & analog, aber auch quant & qual (was schon längst angewendet wird, z.B. in Form von größeren Foren), um nur einige Beispiele zu nennen. Das Thema Methodenkombination ist mir auch noch von der Planung & Analyse Insights in Frankfurt in Erinnerung.
  3. Die Themen Nachhaltigkeit und Ethik durften nicht fehlen – eigentlich selbstverständlich, aber immer wichtig zu erwähnen.
  4. Ebenso bin ich wieder dem Thema Emotionsmessung begegnet, dieses Thema beschäftigt die Branche (und auch mich) schon sehr lange und wird wohl weiterhin spannend bleiben.
  5. Nicht zuletzt das Thema Datenqualität, vertreten durch ReDem, unseren einzigen Österreich-Vertreter unter den Ausstellern – danke, dass ich an Eurem Stand auch eine Homebase hatte.

Abgerundet wurde der Marktforschungscocktail durch eine Vielzahl an Panelanbietern von definitiv „all over the world“ – jetzt ich bin gespannt, ob der indische Anbieter wirklich ein b2b-Panel in Österreich anbieten kann!

Ich glaube, jetzt hat mich das ESOMAR-Fieber gepackt, jedenfalls freue ich mich schon jetzt auf den ESOMAR Kongress 2026 Anfang September im sicher noch sehr sommerlichen Valencia.

Man sieht sich.

Wien-Wahl: Treffsichere Triple M Studie dank hoher Stichprobenqualität

Zufrieden blicken wir auf das vergangene Wahlwochenende. Denn unsere Anfang April für das Nachrichtenmagazin NEWS erhobene Studie zur Wien Wahl hat sich als sehr treffsicher erwiesen. Bei fünf von sieben Partei-Ergebnissen konnten wir eine Punktlandung erzielen, bei zwei gab es größere Abweichungen, so ehrlich muss man sein :-).

Bei SPÖ, NEOS, ÖVP, KPÖ und HC Strache lagen die von uns prognostizierten Werte durchgängig unter
1 Prozentpunkt von den tatsächlichen Ergebnissen entfernt. Lediglich bei FPÖ und Grünen war die Differenz – leider deutlich – größer. Warum? Eine mögliche Ursache könnte das Deklarationsverhalten der Wähler:innen sein: Aufgrund des allgemeinen, positiven Trends für die FPÖ geben mehr Menschen an, diese Partei zu wählen, als sie es dann tatsächlich tun. Bei den Grünen könnte es genau umgekehrt sein. Dennoch sind wir mit unserer Prognose und den fünf von sieben möglichen Treffern mehr als zufrieden und sehen uns in unserer Arbeitsphilosophie bestätigt. Denn wir setzen auf eine konsequente Qualitätspolitik bei Stichprobenziehung und Datenkontrolle, die durch eine Software des österreichischen Anbieters Redem erfolgt. Egal ob Wahlen, Meinungsumfragen oder Markterhebungen für kommerzielle Produkte oder Themen: Eine saubere, repräsentative Stichprobe ist die Grundvoraussetzung für valide Analysen.

HORIZONT Werbewirkungsgipfel 2024: Welchen Stellenwert hat das Marketing in österreichischen Unternehmen? Welche Marketingmaßnahmen werden derzeit gesetzt? Und welche Rolle spielt KI in der Marktkommunikation?

Wir haben nachgefragt, was Marketingverantwortliche in Österreich beschäftigt, wie sich der Markt verändert und vor welchen Herausforderungen die Marktkommunikation steht

Im Rahmen des HORIZONT Werbewirkungsgipfel 2024 hat Triple M Gründerin und Inhaberin Christina Matzka, gemeinsam mit Florian Engel, Senior Director Business Development des Panelpartners Bilendi & respondi, die exklusive Eigenstudie Situation im Marketing in österreichischen Unternehmen – Veränderungen und Herausforderungen präsentiert.

Was besonders überrascht hat ist, dass 4 von 10 Unternehmen (noch immer!) keinen Einsatz von KI in der Marktkommunikation planen. Von wem und wofür Künstliche Intelligenz derzeit schon eingesetzt wird, welche Veränderungen sich Marketingverantwortliche durch KI erwarten und viele weitere Einblicke und Ergebnisse zur aktuellen Lage der Marktkommunikation in österreichischen Unternehmen können Sie in der gesamten Studie nachlesen. Dafür einfach auf den Button klicken:

Links: Martin Wurnitsch, stv. Chefredakteur HORIZONT Rechts: Florian Engel, Senior Director Business Development Bilendi & respondi

Christina Matzka als Speakerin beim Horizont Werbewirkungsgipfel 2024

Am Dienstag, den 5. November dürfen wir gemeinsam mit unserem Panelpartner Bilendi & respondi unsere exklusive Studie zum Thema „Situation im Marketing – Veränderungen und Herausforderungen“ im Rahmen des Werbewirkungsgipfel 2024 präsentieren.

Gemeinsam mit Florian Engel, Senior Director Business Development des in Deutschland sitzenden Online Panel-Anbieters Bilendi & respondi, wird Triple M Gründerin Christina Matzka die Ergebnisse der Umfrage unter Österreichs Marketingleiter:innen präsentieren und im Anschluss diskutieren. Thomas Mayer, Managing Director & Partner PPMNEXT, wird in der Diskussionsrunde ebenfalls seine Erfahrung und Expertise aus der Werbebranche einbringen.

Der Markt entwickelt sich laufend weiter, das ist sowohl für Konsument:innen als auch Unternehmen klar und deutlich spürbar. Als eines der führenden Markt- und Meinungsforschungsinstitute im B2C- und B2B- Bereich sind wir mit beiden Seiten direkt verknüpft und damit an diesen Veränderungen sehr nahe dran. Wir freuen uns, in der Umfrage die neuesten Eindrücke aus der Welt von Werbung und Marketing zu sammeln und unsere Einblicke beim Werbewirkungsgipfel mit Vertreter:innen der gesamten Branche teilen zu dürfen.

Weitere Infos zum Programm, den Speaker:innen und Tickets für das Event gibt es unter folgendem Link:

https://www.werbewirkungsgipfel.at