Wien-Wahl: Treffsichere Triple M Studie dank hoher Stichprobenqualität

Zufrieden blicken wir auf das vergangene Wahlwochenende. Denn unsere Anfang April für das Nachrichtenmagazin NEWS erhobene Studie zur Wien Wahl hat sich als sehr treffsicher erwiesen. Bei fünf von sieben Partei-Ergebnissen konnten wir eine Punktlandung erzielen, bei zwei gab es größere Abweichungen, so ehrlich muss man sein :-).

Bei SPÖ, NEOS, ÖVP, KPÖ und HC Strache lagen die von uns prognostizierten Werte durchgängig unter
1 Prozentpunkt von den tatsächlichen Ergebnissen entfernt. Lediglich bei FPÖ und Grünen war die Differenz – leider deutlich – größer. Warum? Eine mögliche Ursache könnte das Deklarationsverhalten der Wähler:innen sein: Aufgrund des allgemeinen, positiven Trends für die FPÖ geben mehr Menschen an, diese Partei zu wählen, als sie es dann tatsächlich tun. Bei den Grünen könnte es genau umgekehrt sein. Dennoch sind wir mit unserer Prognose und den fünf von sieben möglichen Treffern mehr als zufrieden und sehen uns in unserer Arbeitsphilosophie bestätigt. Denn wir setzen auf eine konsequente Qualitätspolitik bei Stichprobenziehung und Datenkontrolle, die durch eine Software des österreichischen Anbieters Redem erfolgt. Egal ob Wahlen, Meinungsumfragen oder Markterhebungen für kommerzielle Produkte oder Themen: Eine saubere, repräsentative Stichprobe ist die Grundvoraussetzung für valide Analysen.

Politische Lage in Österreich: 70 % sehen das Land auf dem falschen Weg

2024 ist ein Superwahljahr, in Österreich und auf dem ganzen Erdball. Weltweit werden 3,5 Milliarden Menschen neue Regierungen oder Staatsoberhäupter wählen. Zu Beginn dieses historischen Jahres ist die Stimmung in Österreich auf einem Tiefpunkt angelangt. Das ist eines der Ergebnisse einer unserer aktuellen Studie, repräsentativ für die Wahlberechtigten in Österreich.

26 % meinen, dass Österreich eindeutig in die falsche Richtung geht, hingegen nur 2 % in die komplett richtige

26 % sehen Österreich eindeutig auf dem falschen Weg, 44 % eher (gesamt: 70 %). Für eher richtig halten 18 % den aktuellen Weg, lediglich 2 % für komplett richtig. Triple M beobachtet das Stimmungsbild im Land regelmäßig, doch so ausgeprägte „Bad Vibes“ sind selten.

Konsequenz: Massive Verluste für Regierungsparteien, FPÖ klar auf Platz Nummer 1

Die schlechte Stimmungslage schadet vor allem der ÖVP, die aus jetziger Sicht von 37,5 % bei der Nationalratswahl 2019 auf 20 % der gültigen Stimmen abstürzen würde, wenn am kommenden Sonntag gewählt wird. Auch der kleinere Regierungspartner, die Grünen, leiden unter der aktuellen Situation und lägen bei 9 % statt zuletzt knapp 14 %. Großer Gewinner ist die FPÖ, die aktuell mit 31 % klar an erster Stelle wäre (NRW 2019: 16,2 %).

Wie gesagt handelt es sich um eine Momentaufnahme: Die Bier-Partei ist noch nicht berücksichtigt, die KPÖ muss die PS auch erst einmal bundesweit auf die Straße bringen und ein Wahlkampf kann generell noch große Veränderungen bringen.

Dokumentation der Studie: Online-Befragung im Jänner 2024 repräsentativ für die österreichische Wahlbevölkerung 16+, n = 800, max. Schwankungsbreite +/- 3,5 %

Wir werden das Superwahljahr 2024 mit unseren Studien begleiten. Vieles ist offen, aber eines ist sicher: Dieses Jahr wird nichts für schwache Nerven. Den vollen Bericht über diese Triple M Studie können Sie in diesem Artikel lesen.

Christina Matzka, Triple M Gründerin
Kultur nach Corona

Weniger Kulturkonsum nach Corona-Krise

Irgendwann wird die Corona-Krise vorüber gehen und Wirtschaft und Gesellschaft werden sich allmählich erholen. Jedoch: Es könnte einige Lebensbereiche geben, die dauerhaft in Mitleidenschaft gezogen werden. Einer davon sind Kulturveranstaltungen, wie eine aktuelle Studie von Triple M zeigt:

49 % der Österreicher*innen schätzen ihre Landsleute so ein, dass sie nach Abklingen der Corona-Krise weniger Kulturveranstaltungen besuchen als davor. Fast jeder Fünfte ist von dieser Meinung voll und ganz überzeugt. Hintergrund dürfte sein, dass Menschenansammlungen aus gesundheitlichen Gründen mittlerweile kritischer gesehen werden und dass der mediale Konsum von Kultur und Unterhaltung durch die Lock-Downs weitere Unterstützung erhalten hat. Jüngere Befragte sehen diesen Trend als besonders ausgeprägt an, über 50-jährige hingegen erwarten nur zu 40 %, dass künftiger weniger Kulturveranstaltungen frequentiert werden.

Projektive Fragestellungen wie diese sind für die Abschätzung von Marktentwicklungen üblich und zeigen recht zuverlässig tatsächliche Verhaltensänderungen an. Grund genug für die „Kulturnation Österreich“ über ein Comeback nach der Pandemie nachzudenken und dieses zu verändern. Immerhin spielt Kultur auch für den österreichischen Tourismus eine lebhafte Rolle und der Heimmarkt ist wichtig, um eine Grundauslastung für die Kulturbetriebe sicherzustellen.

Dokumentation: Online-Umfrage unter 507 Personen repräsentativ für die österreichische Bevölkerung 16+ aus dem 1. Quartal 2021. Fragestellung: „Es gibt die Meinung, dass die Österreicher*innen nach dem Lockdown weniger Kulturveranstaltungen oder auch Museumsbesuche absolvieren werden, als das vor der Corona-Krise der Fall war. Stimmen Sie dieser Aussage (eher) zu oder (eher) nicht zu?“